HOMEOFFICE · WOHNEN & ARBEITEN
Homeoffice im Wohnzimmer. Wohnen und Arbeiten verbinden.
Der Wohnbereich soll nach Feierabend wieder Wohnbereich sein. Ein guter Arbeitsplatz fügt sich deshalb nicht nur optisch ein: Er braucht einen festen Platz für Arbeitsmittel und lässt genügend Raum für den übrigen Alltag.

WORAUF ES ANKOMMT
Gut geplant. Passend eingerichtet.
Wohnliche Materialien
Den Arbeitsplatz vom Zimmer aus denken
Freie Wege
Was am Abend verschwinden darf
Stauraum mit System
Drei Dinge vor dem Möbelkauf prüfen
Ein fester Platz, der tagsüber funktioniert und abends wieder zum Wohnraum gehört.
DER EINSTIEG
Den Arbeitsplatz vom Zimmer aus denken
Beginne nicht mit dem Möbelkatalog, sondern mit dem Grundriss. Wo kannst du sitzen, ohne Türen und Laufwege zu blockieren? Welche Blickrichtung vermeidet störendes Licht auf dem Bildschirm? Erst wenn der Ort passt, lohnt sich die Suche nach einem schmalen Tisch oder einer Arbeitskonsole.
Der Arbeitsplatz muss nicht unsichtbar sein. Oft reicht ein bewusst gewähltes Material, das bereits im Wohnraum vorkommt, damit er wie ein Teil der Einrichtung wirkt.
WISSEN & PRAXIS
Was am Abend verschwinden darf
Kabel, Ladegeräte und Papierstapel stören das Wohngefühl häufiger als ein kleiner Schreibtisch. Ein geschlossenes Fach, eine flache Box oder eine integrierte Kabeldurchführung schaffen eine klare Grenze zwischen Arbeitszeit und Feierabend.
FÜR DIE PLANUNG
Erst die tatsächlichen Anforderungen prüfen – danach Möbel, Materialien und Ausstattung auswählen.
WISSEN & PRAXIS
Drei Dinge vor dem Möbelkauf prüfen
Miss die nutzbare Fläche einschließlich Stuhlbewegung. Teste den Lichteinfall mit eingeschaltetem Bildschirm. Und lege fest, wo Unterlagen, Tastatur und Technik bleiben, wenn der Platz nicht genutzt wird.

WISSEN & PRAXIS
Ein Test vor der Bestellung
Stelle zunächst einen vorhandenen Tisch an die geplante Position und arbeite dort eine Weile. Reicht die Tiefe für Bildschirm und Tastatur? Kann jemand den Raum durchqueren, ohne dass du aufstehen musst? Sind Steckdosen erreichbar? Solche einfachen Proben sind aussagekräftiger als ein gut inszeniertes Produktfoto. Falls der Platz abends wieder verschwinden soll, probiere auch das Aufräumen: Wo landet jedes Teil?
WISSEN & PRAXIS
Den Platz sichtbar oder unsichtbar einrichten
Nicht jeder Arbeitsplatz im Wohnzimmer muss hinter Türen verschwinden. Ein schmaler Tisch mit guter Oberfläche kann zum selbstverständlichen Teil der Einrichtung werden, wenn Proportionen und Materialien zum Raum passen. Wer abends freie Flächen bevorzugt, braucht dagegen nicht nur einen kleinen Tisch, sondern vor allem einen einfachen Weg, Technik und Unterlagen wegzuräumen. Eine Konsole ohne Stauraum ist dann oft nur auf den ersten Blick die platzsparende Wahl.
Überlege, aus welcher Richtung du den Arbeitsplatz beim Betreten des Zimmers siehst. Ein großer Monitor auf der prominentesten Wandfläche verändert den Eindruck stärker als ein paar Zentimeter Tischbreite. Eine bewusst gewählte Blickachse, ein niedriger Rollcontainer oder ein Stauraummöbel neben dem Tisch können den Wohnbereich beruhigen, ohne die Arbeit zu verstecken.
WISSEN & PRAXIS
Ein Beispiel für eine schmale Wohnzimmerwand
Entlang einer freien Wand findet ein kompakter Tisch Platz. Bevor du ihn auswählst, markiere seine Außenmaße am Boden mit Papierklebeband und stelle einen Stuhl davor. Nun prüfe die tatsächliche Situation: Lässt sich der Stuhl zurückziehen, ohne die Durchgangszone zu blockieren? Sind die Steckdosen bequem erreichbar? Und reicht die Tiefe für den Bildschirm in einem angenehmen Betrachtungsabstand?
Erst danach entscheidest du, ob eine offene Arbeitsplatte, ein Tisch mit Schublade oder eine Kombination aus Schreibplatz und geschlossenem Regal passt. Ein Klapptisch klingt zunächst praktisch, erfordert aber trotzdem einen geeigneten Stuhl und einen festen Aufbewahrungsort für die Arbeitsmittel.
ZUM ABSCHLUSS
Worauf du beim Auswählen achten solltest
Für den Wohnbereich sind nicht nur Breite und Farbe interessant. Prüfe die tatsächlich nutzbare Tischflächentiefe, Beinfreiheit, die Konstruktion der Kabeldurchführung sowie die Möglichkeit, einen geeigneten Stuhl zu stellen. Ein Angebot ohne belastbare Maßangaben sollte nicht allein wegen eines schönen Fotos bevorzugt werden.
Wenn du häufig und lange am Bildschirm arbeitest, hat die nutzbare Arbeitsplatzgestaltung Vorrang vor einer besonders unauffälligen Optik. Orientierung bieten die Hinweise der BAuA zu Arbeitsfläche, Sitzposition und Beleuchtung. Die wohnliche Einbindung ist wichtig, darf aber nicht durch zu wenig Platz erkauft werden.
FACHLICHE GRUNDLAGEN
Zum Nachlesen.
Für fachliche Aussagen sind ergänzende Quellen angegeben. Einzelne Anforderungen hängen von der Nutzung und den jeweiligen Rahmenbedingungen ab.
VON DER IDEE ZUR AUSWAHL
Die richtigen Details entscheiden.
Bei der späteren Produktauswahl zählen überprüfbare Eigenschaften und die Frage, ob die Lösung im eigenen Raum tatsächlich funktioniert.
Darauf achten
- Tischbreite und -tiefe
- Stauraum geschlossen/offen
- Kabelführung
- Stellfläche für Stuhl
- Oberflächenmaterial